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Die Führergondel eines Heererluftschiffes im Jahre 1916.  
Graf Ferdinand von Zeppelin, der Vater der Luftschiffe in Metallbauweise
 
Ersatz fand man in dem gerade in Staaken fertiggestellten Marine? Luftschiff LZ 104 (L 59), das kurzfristig ebenso wie das LZ 102 um 3 0 Meter verlängert wurde und nach einigen Probefahrten direkt von Staaken nach Jambol in Bulgarien startete, wo das Heer einen Luftschiff? Stützpunkt unterhielt. Von dort aus ging es am 21. November 1917 weiter in Richtung Afrika. Mit einem Gasinhalt von 68500 Kubikmetern war LZ 104 das größte Kriegsluftschiff. Aufgrund falscher Funksprüche der gegnerischen britischen Truppen, die meldeten, dass sich die deutschen Einheiten ergeben hätten, wurde das Luftschiff nach zwei Dritteln der Fahrt wieder zurückbeordert und kehrte nach Jambol zurück. Als es dort eintraf, hatte es in 95 Stunden eine Strecke von 6750 Kilometern bewältigt. Die Aufgabe war zwar nicht erfüllt worden, dafür hatte man unter dem Kommando von Kapitän Bockholt aber einen neuen Rekord aufgestellt.
LZ 104 stürzte im April 1918 über der Meerenge von Otranto mit der Besatzung unter dem Kommando Bockholts ab. Den Flugzeugen und Abwehrkanonen waren die Luftschiffe ohnehin mittlerweile unterlegen, viele wurden abgeschossen, und aus diesem Grunde hatte man bereits zu Beginn des Jahres die Produktion in Staaken eingestellt.
Insgesamt wurden in Staaken zwölf Luftschiffe gebaut. Als letztes startete LZ 109 am 11. März 1918 zu seiner Jungfernfahrt. Es hatte ein Gasvolumen von 56 000 Kubikmetern und wurde nach 22 Fahrten über insgesamt 18 220 Kilometer mit 222 Betriebsstunden am 21. Juli 1920 nach England überführt, wo man es ein knappes Jahr später in Pulham abrüstete. Damit war aber nur eines von vielen Kapiteln in der Geschichte des Flugplatzes vor den Toren Spandaus abgeschlossen.


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